Die einzelnen Ritter

hier: auf der Oberburg

Herkunft, Abstammung und Wappen der Ritter

Alle Wappen und Namensträger der Rüstungen sind historisch belegt.
Die Wappen entsprechen den Vorbildern derer von Cronberg und der
angeheirateten Familien oder den Gemeinden, die den Herren von
Cronberg einst zum Lehen gegeben wurden. Nachstehend die Übersicht:

Hartmut V. vom Kronenstamm

Wird dargestellt von Markus Theis.

Seit 1322 Burggraf von Starkenburg, kauft 1324 das Erbmundschenkamt beim Erzbischof und Kurfürsten von Mainz, erreicht 1330 bei Kaiser Ludwig dem Baier (wohl vor allen Dingen durch die finanzielle Unterstützung des Kaisers bei dessen Kriegszügen nach Italien) für sein kleines Kronberg die Verleihung der Stadtrechte. In erster Ehe war er mit Else von Weinsberg verheiratet, er starb am 24. Oktober 1334.

Franko II. vom Flügelstamm

Wird dargestellt von Peter Lemp.

Mit dem Bau der Burg Kronberg – um 1220 – teilte sich die Familie derer von Eschborn in zwei Stämme. Nach Kronberg zogen zunächst die Angehörigen des Kronenstammes, sie nannten sich auch „von Cronberg“. Der Familienzweig des Flügelstammes zog erst um die Mitte des 13. Jahrhunderts nach.
Franko II. blieb vorerst in Eschborn und änderte auch seinen Namen nicht. Er gilt als Stammvater des Flügelstammes.

Johann III. vom Kronenstamm

Wird dargestellt von Helmut Hirsch.

(1358–1407) war mit seinen Vettern Walter und Frank maßgeblich an der „Cronberger Schlacht von 1389“ beteiligt, bei der die Stadt Frankfurt eine schmähliche Niederlage erlitt. 1391 kam es zum Friedensschluss, einen ausführlichen Vertrag schloß Johann 1395 mit dem Rat der Stadt Frankfurt ab, wonach er sich verpflichtete die Bürger der Stadt und die Messen zu schirmen und zu verteidigen.
Er wurde zum obersten Kriegsherrn und zum Stadthauptmann ernannt. Johann war verheiratet mit Margarete von  Randeck.
Der Kurfürst hatte ihn zum Burggrafen von Eltville erhoben.

Sigfrid III. Schelm von Bergen

Wird dargestellt von Björn Weber.

Margarete, die Tochter Philipps IV. vom Flügelstamm heiratet Sifrid Schelm von Bergen (etwa um 1430). Bergen war ursprünglich Königsgut. Das Geschlecht der Schelmen von Bergen ist seit 1194 nachweisbar, 1844 ausgestorben. Die Schelmenburg war eine ehemalige Wasserburg und Stammsitz der Familie. Der Sage nach wurde der Scharfrichter
von Bergen vom Kaiser geadelt, weil er – als nicht hoffähiger und geächteter Mann wegen seines Berufes – auf einem Ball unerkannt mit der Tochter des Kaisers tanzte. Dem Kaiser gefiel dieser Wagemut, er belohnte ihn.

 

Eberhard X. Schenk zu Erbach

Wird dargestellt von Eberhard Bethke.

Elisabeth von Kronberg, Tochter Hartmuth Vl. und dessen zweiter Ehefrau Adelheid von Nassau-Beilstein, heiratet Eberhard X. Schenk zu Erbach. Das Geschlecht der Erbacher wird 1148 zum erstenmal erwähnt, im frühen 13. Jahrhundert kaufen die Erbacher das Erbmundschenkamt des Kurfürsten von der Pfalz und führen seitdem die Bezeichnung „Schenk“ im Namen. Elisabeth lebte von 1370–1411.

Hartmuth VII. vom Kronenstamm

Wird dargestellt von Peter Janka.

Sohn von Hartmuth V. aus dessen 2. Ehe mit Else von Weinsberg, kam wahrscheinlich erst nach dem Tode seines Vaters zur Welt. Er war mit seiner Mutter und dem Grafen Ulrich von Hanau Besitzer der Burg Tannenberg im Odenwald. Er heiratet in 2. Ehe Agnes Kämmerer von Worms-Dalberg, daher das Wappen von Dalberg. Er starb um 1370, kinderlos, seine Grabstätte ist nicht bekannt.